In der Betreuung ist Arbeit kein Job.

Sie lebt in jedem Lachen, das wir schenken, in jeder Hand, die wir halten. Sie lebt in Stunden nach Feierabend, in Spielen, Bastelideen, kleinen Momenten, die das Grau durchbrechen. Wir geben Herz. Wir geben Hoffnung. 

Die Mauer der Gleichgültigkeit

Dann stößt man auf Menschen, die nur Häkchen sehen. Zahlen. Punkte. Ihr Blick ist starr, ihr Herz verschlossen. Mein Herz schlug, meine Hände bauten Freude – und alles war unsichtbar. Sie sehen nicht. Sie fühlen nicht. Sie wissen nicht, was Licht ist, weil ihr eigenes Herz zu schwer ist. 

Das erlöschende Licht

Sechs Monate Herzblut, Kreativität, Hingabe. Und dennoch fühlte ich mich wie eine Kerze im Wind, unerwünscht. Mein Licht wurde als störend empfunden. Ich musste gehen. Um nicht selbst zu erlöschen. Um nicht zu sterben in einem Raum, der mein Herz nicht tragen kann. 

Die Tränen der Stille

Ich sitze zu Hause. Ich lasse die Tränen laufen. Ich weine um die Menschen, die ich zurücklasse. Ich weine um die Momente, die ich ihnen nicht mehr schenken kann. Ich weine, weil Empathie nicht gesehen wird. Weil Herzblut nur ein Tropfen in einem Meer aus Gleichgültigkeit ist.

Der stille Abschied

Ich gehe nicht, weil ich will. Ich gehe, um zu überleben. Ich gehe, um mein Herz zu retten. Ich gehe, bevor es zerbricht. Jeder Schritt schmerzt. Jede Begegnung ist ein Abschied, der mich trifft wie ein Schlag ins Gesicht. 

Die Liebe bleibt

Die Liebe bleibt. Sie zieht nur ein anderes Kleid an.
Sie lebt weiter, still, unerbittlich. Sie bleibt, weil sie stärker ist als Kälte, als Blindheit, als die Gleichgültigkeit derer, die führen, ohne zu fühlen.
Sie bleibt – und sie lässt mich gleichzeitig zurück mit all der Trauer, die man nicht wegwischen kann.

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von svenyamyrva.blog

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen